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    27 days ago

    Ich find’s total faszinierend, wie Russland da agiert. Der arme Kerl war ja eh schon im Straflager und damit völlig unter Kontrolle des Russischen Staates. Die hätten den auch einfach erschlagen oder erschießen können und dann eine falsche Todesursache angeben können. Aber nein, man nimmt ein seltenes und kompliziertes Froschgift und am Ende weiß eh jeder, dass es auf persönlichen Befehl von Putin gewesen ist?

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      27 days ago

      Es geht nicht darum ihn zu töten. Es geht darum eine Nachricht an alle zu senden, die ihm möglicherweise folgen könnten.

      • muelltonne@feddit.org
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        27 days ago

        Jupp - aber genau die Botschaft kommt ja auch an, wenn man ihn traditionell und weniger kreativ umbringt.

        (und ich weiß immer noch nicht, was ihn damals geritten hat, zurück nach Moskau zu gehen)

        • einkorn@feddit.org
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          27 days ago

          Klar, aber mit einer Kugel geht es schnell und sauber. Die Grausamkeit ist die Nachricht.

          • plyth@feddit.org
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            26 days ago

            Und der Zeitpunkt:

            “Vor zwei Jahren hatte ich hier den schrecklichsten Tag in meinem Leben”, sagt Nawalnaja. Damals erfuhr sie auf der Sicherheitskonferenz vom Tod ihres Mannes.

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          27 days ago

          was ihn damals geritten hat, zurück nach Moskau zu gehen)

          Vielleicht hat er geglaubt, dass wenn er bereit ist, das Risiko einzugehen, andere seinem Beispiel folgen würden, und eine Revolution gegen Putin möglich gewesen wäre.

    • glasratz@feddit.org
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      26 days ago

      Man will zeigen, was man kann, ohne dass man es direkt zugibt. Bei anderen politischen Attentaten wurden ja von Russland auch alle möglichen exotischen Giftstoffe (Polonium, Nowitschok) benutzt. Wenn es nicht so viel Aufsehen machen soll, dann bezahlt man stattdessen Wegwerfagenten.

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      26 days ago

      Es weiss auch jeder, dass die USA Nordstream gesprengt haben, und doch tun *taten wir so, als könnten es die Russen gewesen sein. Auf die gleiche Weise macht es Sinn, den klaren Beweis zu vermeiden. Es könnte ja jetzt auch der Westen sein, der Nawalny umgebracht hat, um Russland zu diskreditieren, weil “nur Russland hätte das Gift einsetzen können”.

      Wer Ausreden braucht, kann welche erfinden, solange es keinen klaren Beweis gibt.

        • plyth@feddit.org
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          27 days ago

          Es wird beim Geheimdienst ähnlich wie beim Militär sein, wo die Ziele in Wiesbaden, siehe NY Times Artikel, vorgegeben werden.

          Die Pipeline ist an flacheren Stellen mit Betonmatten gesichert. Den geeigneten Ort für die Sprengung wird das Team nicht erraten haben.

          Dass die CIA seit 2014 massiv in der Ukraine tätig war, hatte schon die New York Times im Februar 2024 berichtet (CIA-Präsenz in der Ukraine). Der amerikanische Geheimdienst hat die Ukraine auf einen Krieg vorbereitet und die ukrainischen Geheimdienste geschult und eine Eliteeinheit aufgebaut, aus der Kirill Budanow, der jetzige Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, hervorging. Er arbeitet vermutlich eng mit der CIA zusammen

          https://overton-magazin.de/top-story/die-cia-war-seit-2014-in-der-ukraine-taetig-und-baute-die-ukrainischen-geheimdienste-auf/

      • Chemo@feddit.org
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        26 days ago

        Es gibt halt null Indizien dass die USA dahinter stecken. Das ist eine gänzlich andere Dimension als der Tod eines Regierungskritikers in einem Gefangenenlager der Regierung.

        Aber in deinem Punkt hast du Recht. Umso mehr Unklarheit, desto besser fürs Regime. Allerdings ist das Froschgift eher nach hinten losgegangen, weil es aufgeflogen ist. Ecuadorianische Giftfrösche sind ja nun wirklich eher selten in Sibirien. Da hätte ein unglücklicher Sturz mit Genickbruch mehr Ungewissheit hinterlassen.

        • plyth@feddit.org
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          26 days ago

          Es ist, wenn ich den Artikel richtig verstehe, nur rausgekommen, weil jemand anscheinend heimlich das Grab geöffnet hat und eine Probe entnommen hat. Dass es Mord war, war eigentlich schon wegen des Todeszeitpunkts klar, da die Witwe vom Tod auf der Münchener Sicherheitskonferenz erfahren hat.

          Wenn das Obduktionsergebnis jetzt zur Zeit einer Folgekonferenz veröffentlicht wird, wird das ebenfalls kein Zufall sein.

          Es gibt halt null Indizien dass die USA dahinter stecken.

          https://taz.de/Seymour-Hersh-zur-Nord-Stream-Sprengung/!5914963/

          Der Taz Link, weil es definitiv nicht als Beweis reicht.

          Vom Motiv macht die Tat für die Ukraine nur begrenzt Sinn.

          Ist es klug für die Ukraine, die Unterstützung aus Deutschland zu gefährden mit einer Aktion, die keinen entscheidenden Vorteil bringt? Ohne Kontrolle der deutschen Medien ist es sehr riskant, weil die Stimmung kippen könnte.

          Die USA dagegen erhalten durch die Sprengung die Abhängigkeit von Deutschland und Europa vom amerikanischen Gas.

          Nicht zu vergessen, dass Biden angekündigt hatte, etwas gegen die Pipeline zu unternehmen.

          Ausserdem, siehe anderer Kommentar, warum sollte es beim Geheimdienst anders sein als bei der Armee, wo die USA die Ziele vorgeben?

        • plyth@feddit.org
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          25 days ago

          Die damalige Mannschaft der “Andromeda” soll den Ermittlungen zufolge zum Teil klare Bezüge zum ukrainischen Geheimdienst oder Militär besitzen. Ob der Anschlag damit tatsächliche eine staatliche ukrainische Aktion war, ist aus Sicht der Ermittler nicht erwiesen.

          https://www.tagesschau.de/investigativ/nord-stream-sabotage-104.html

          Wie in anderen Kommentaren erwähnt, es wird wahrscheinlich US Einfluss wie aus Wiesbaden geben.

          Also eine Situation wie bei Nawalny vor zwei Jahren, wo es Hinweise gab aber keine Beweise.