Zehn Jahre nach der “Flüchtlingskrise” zeigen Zahlen, wie sich Geflüchtete auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert haben. Eine Migrationsforscherin sieht zwei Baustellen.
Zehn Jahre nach der “Flüchtlingskrise” zeigen Zahlen, wie sich Geflüchtete auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert haben. Eine Migrationsforscherin sieht zwei Baustellen.
Tldr: Demnach haben 64 Prozent der Geflüchteten, die 2015 Schutz in Deutschland suchten, heute einen bezahlten Job. Weitere fünf Prozent arbeiten als Selbstständige.
Ist jetzt keine Traumquote, aber ich würde es tendenziell eher der deutschen Bürokratie anlasten als den Geflüchteten
Nur sind es bei den männlichen Geflüchteten mehr als 75% und damit ähnlich wie bei nicht geflüchteten Männern. Es hakt bei den Frauen, und das oft aus Gründen wie “keine Betreuung für die Kinder verfügbar”.
Dann geht’s ja. Deutsche Männer hatten 2024 übrigens knapp 81%, falls jemandem die Vergleichswerte interessieren (https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetigkeit/Tabellen/erwerbstaetigenquoten-gebietsstand-geschlecht-altergruppe-mikrozensus.html)
Ganz ehrlich, 75 zu 81%, das ist in Ordnung.
Wenn man bedenkt wie viele Extrahürden ein Geflüchteter da hat (Sprache, nicht anerkannte Ausbildung, generelle Diskriminierung, nicht-kennen des Systems, …) ist 75% eigentlich schon ziemlich beeindruckend.
Bei weiblichen Geflüchteten ohne Kinder arbeiten nur 40%. Für ganz Deutschland sind es 74,1% der Frauen. Also das Problem ist ganz klar nicht unbedingt Kinder und wenn es bei den Männern 75% sind, wird auch die deutsche Bürokratie nicht unbedingt das Problem sein.
Wenn man das mit den Ukrainern vergleicht, hatte bereits im Juli 2022 31% der Frauen ohne Kinder einen Job in Deutschland. Natürlich durften die Arbeiten, aber die Männer aus der 2015 Gruppe haben das auch geschafft. Ich würde also wirklich davon ausgehen, dass der Hauptgrund dafür das die Frauen nicht arbeiten kulturell ist.
69, nice.
Heisst einserseits nicht, dass die Nettoleistungserbringer sind, “break even” ist da statistisch eher ab 2600 Euro Brutto und andererseits nicht, dass die anderen überhaupt arbeiten dürften.
Bedenke dass nicht nur die Steuern da rein zählen. Jemand der z.B. für €2200 Brutto die Straßen kehrt tut der Allgemeinheit noch mehr Gutes als die Steuern die er abdrückt.
Ähnlich ist es in den meisten Jobs im Niedriglohnsektor. Im Gegensatz zu hochbezahlten Bullshitjobs machen die Niedriglöhner meist tatsächlich etwas, wo die Tätigkeit selbst anderen Leuten hilft.
Klar, unterm Strich sollte jeder Job mehr an Wert schaffen, als er monetärer abwirft, sonst würde ihn keiner ausschreiben.
Schon, aber es gibt eben Jobs, deren Wert hauptsächlich an den Arbeitgeber geht, und Jobs die auch der Umgebung mehr helfen.
Was aber mein Hauptpunkt ist, ist dass es unfair ist einem Mindestlöhner zu unterstellen, dass sie keine “Nettoleistungserbringer” wären, weil ihnen ihre Arbeitgeber zu wenig bezahlen.
Ich sehe Mehrwert für die Gemeinschaft und Mehrwert für den Arbeitgeber nicht als gegenseitig ausschließend.
Und ob jemand in diesem Sinne Nettoleistung erbringt ist allein eine der Kategorie von unserem Steuer und Sozialsystem. Die Hausfrau tut es halt nicht, heißt nicht, dass sie nicht hart arbeitet.
Den Satz kannst du so nicht schreiben der wird beschlagnahmt
ich war in Zeitnot, jetzt ist er kürzer